Eine Straße vom tiefen Tal  hinauf auf über 2500 Meter und dann wieder herunter – das ist kein Ding, das die Neuzeit für sich gepachtet hat. So was gab’s schon in der Antike. Was einem auf der fünften Etappe des Romediuswegs so richtig bewusst wird.

Denn schon die alten Römer legten zwischen St. Anton im Pflerschtal und Maiern im Ridnauntal einen Weg über die Maurerscharte an, der sich gerade auf der herrlichen Allrissalm immer wieder sehr gut nachvollziehen läßt. Hier kann man buchstäblich in die Fußtapfen der Geschichte treten, was bei dieser herrlichen Landschaft gewissermaßen das Tüpfelchen auf dem I ist .

Auf Römerspuren geht’s durchs Allrisstal bergauf.

Die Wagenspuren haben sich zuweilen tief in den Fels eingegraben, und so bekommt man gewaltigen Respekt vpr der Leistung der Altvorderen, die hier mit ihren Karren diesen beschwerlichen Weg auf sich nahmen. Allerdings nicht wie die Romediuspilger von heute, um ein spirituelles Erlebnis zu haben oder sich auch nur an der Landschaft zu erfreuen: Die Gegend hier war reich an Bodenschätzen. Ein wahrer „Hotspot“ dafür wartet dann auf der nächsten Etappe auf die Fernwanderer.

Die letzten 400 Höhenmeter bis zum Übergang vom Pflersch- ins Ridnauntal können ob ihrer Steilheit durchaus zur Herausforderung werden (vor allem an heißen Tagen), aber die Bächlein, der Wasserfall und die Quellen am Wegesrand motivieren einen zum Durchhalten, erfrischen sie doch Leib und Seele.

Wohltat an heißen Tagen: der idyllische Wasserfall.

Abkühlung muss bei der Hitze einfach sein.

Und steht man dann oben auf der Maurerscharte, öffnet sich auf 2511 Metern eine wahre Wunderwelt: Beim Anblick der herrlichen Bergkulisse der Stubaier Alpen mit Feuerstein (3268 m) , Wildem Freiger (3418 m) und Zuckerhütl (3507 m) kann man schon ins Jauchzen geraten.

Herrliche Gletscher-Blicke von der Maurerscharte.

Ein herrliches Gefühl begleitet einen daher auf dem durchaus anspruchsvollen 1100-Meter-Abstieg hinab ins Tal. Wer will, kann an der urigen Prischer-Alm noch rasten und neue Kräfte sammeln, bevor es zunächst über saftige Almwiesen und dann auf steilem Weg durch den Schutzwald (bei oder kurz nach Regenwetter ist hier Vorsicht geboten) zum Etappenziel in Maiern im Ridnauntal geht.

Chance zur Rast: die Prischer-Alm auf 2160 Metern.

Wir sind da! Unser heutiges Ziel: der Jörgelehof in Maiern im Ridnauntal (im Hintergrund)..

Übernachtungstipp: bei Ingrid im Jörgelehof in Maiern, Telefon +39 348 5224561

Kurzvideo auf der offiziellen Webseite des Romediuswegs: 

Wegbeschreibung: https://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/romedius-weg-von-st.-anton-nach-maiern-5.-etappe/21898817/#dmdtab=oax-tab1

Generelles zum Romediusweg: www.romedius-pilgerweg.at

Und hier die Links zu den ersten Vier Etappen auf dem Romediusweg:

Der Romediusweg (3): Trins – Obernberg

Der Romediusweg (4): Obernberg – Ast im Pflerschtal

 


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