Ayurveda im Engel: Die Kraft der Dolomiten

Urlaub im „Engel“ in Welschnofen – das war schon immer in Hochgenuss. Seit diesem Jahr freilich ist eine ganz neue Dimension hinzugekommen, dank der man Genießen mit Gesundheit zu verbinden vermag: Ayurveda.

Die Wegbereiterin für ein für den Alpenraum nach wie vor außergewöhnliches Engagement war die Chefin des traditionsreichen Hauses persönlich: „Seit zehn Jahren habe ich viel über Ayurveda gelesen“, sagt Carmen Kohler. Und aus Interesse erwuchs dabei Überzeugung: „Mir hat dabei das Ganzheitliche imponiert. Und der präventive Ansatz, es gar nicht erst zur Krankheit kommen zu lassen.“

Schon lange hat sie (nach den Studium zahlreicher Kochbücher) ihr eigenes Essverhalten geändert: „Ich esse so gut wie kein Fleisch mehr.“ Und bei dem „Selbstversuch“ machte sie überaus positive Erfahrungen. Da war es nur noch ein kleiner Schritt, sich Ayurveda-Therapeuten ins Haus zu holen, deren Massagen bei den Gästen im „Engel“ mit höchstem Lob bedacht wurden.

Carmen Kohler freilich wollte es damit nicht bewenden lassen: „Ich bin immer tiefer ins Thema rein, habe mit meiner Familie darüber geredet, dass es doch sehr schön wäre, einen ayurvedischen Arzt im Haus zu haben, und auch unser Küchenchef Theodor Falser war sehr offen dafür, die ayurvedische Küche mit in unser Konzept zu integrieren.“

Überzeugt von Ayurveda mitten in den Alpen: Carmen Kohler.

Schon bei der Wahl der Therapeuten arbeitete sie dabei mit der Ananda Schule in Mailand eng zusammen: „Ich wollte einfach jemand, dem dies schon von klein an vertraut war. In Sri Lanka zum Beispiel massiert jedes Kind jeden.“ Und diese buchstäblich lebenslange Erfahrung wenden Nilantha und Ranjit nun zum Wohle der Gäste an.“

Ein Glücksfall war es auch, dass sie in Mailand auf Dr. Swaminath Mishra traf, der bereits seit elf Jahren in Italien ist und sich davon begeistern ließ, zum „Engel„-Team dazuzustoßen: „Er ist eine tolle Bereicherung für uns, gibt unseren Gäste sein Wissen in Yoga und Meditation weiter und unterstützt die Küche.“

Und selbstverständlich betreut er auch die Gäste bei ihren ayurvedischen Kuren und arbeitet dabei auch, wenn es nötig sein sollte, mit dem Welschnofener Gemeindearzt Hans Heiner Belecky zusammen. Denn eine Panchakarma-Kur, die mindestens zehn Tage dauern sollte, um einen nachhaltigen  Erfolg zu zeitigen, kann einen schon auch fordern. „Darauf muss man sich auch schon zuhause vorbereiten“, erklärt Carmen Kohler: „Man darf zum Beispiel 14 Tage keinen Kaffee mehr trinken.“

Los geht es im „Engel“ dann erst einmal mit den Ausleiten toxischer Stoffe. Bei diesen Reinigungstagen schwemmt Ghee (geklärte Butter) die fettlöslichen Toxine aus dem Darm: „Migräne kann zum Beispiel auch vom Darm kommen.“ Für die Zeit der Kur erarbeitet Dr. Mishra auch individuelle Pläne für jeden Gast, verordnet die jeweils passenden Massagen und erstellt Ernährungspläne, die auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Während der Ausleitungsphase stellt sich erst einmal eine Erschöpfung ein: „Der Körper muss sich ja erst einmal erholen“, sagt Carmen Kohler. Aber dann, wenn die Energie wieder durch den Körper fließen könne, steige auch die Lust auf Bewegung: Die Leute wollen nach draußen.“ Und sollen es auch: „Für die, die Erholung und Entspannung brauchen, ist Wald und Grün überhaupt wichtig. Für die, die Energie und Kraft schöpfen wollen, sind die Berge ideal.“

Und beides findet man im „Engel“ ja direkt vor der Haustüre. Deswegen spricht Carmen Kohler ja auch von „Dolomiten-Ayurveda“. Die Kraft der Berge will man ganz bewusst nutzen: „Die Menschen spüren, wie viel positive Energie ihnen das gibt.“ Und da es auch empfehlenswert sei, eine Ayurveda-Kur allein zu machen, gelte das besonders: „Man hat in den Bergen Zeit und Gelegenheit, mal nachzudenken, die Dinge langsam Revue passieren zu lassen. Und dann sieht man auch wieder die positiven Dinge, für die man vielleicht lange gar kein Auge mehr hatte“, ist die Welschnofenerin überzeugt: „Ich leb das ja selbst. Ich entspanne mich in der Natur, genieße den tiefen grünen Wald, den moosigen Boden, die vielen Düfte, den frischen Sauerstoff dort. Es ist einfach schön, dies auch anderen vermitteln zu können!“

80 Prozent derer, die zum Ayurveda in den „Engel“ kommen, sind bislang übrigens keine Newcomer, sondern kennen solche Behandlungen schon aus Sri Lanka und Indien. Sie sagen aber trotzdem: „Wir sind Europäer.“ Und schätzen an dem Haus am Fuße des berühmten Rosengartens besonders, „dass wir so kochen, dass man das problemlos zuhause weitermachen kann“, weiß Carmen Kohler: „Und sie können uns auch von zuhause jederzeit kontaktieren, wenn sie eine Frage haben. Das schätzen die Leute.“

Eins ist ihr auch noch ganz arg wichtig: „Ayurveda hat nichts mit Esoterik und Humbug zu tun. Das ist eine Jahrtausende alte Lehre, die sich mit dem ganzen Menschen befasst.“ Körper und Seele bildeten eine Einheit, das werde im High-Tech-Zeitalter leider zu oft vergessen: „Man muss verstehen, warum es überhaupt zum Schmerz gekommen ist, die Ursache suchen und die Balance wieder finden.“ Man könne sehr viel vorbeugend für sich selbst tun. Deshalb laute die „Engel“-Botschaft: „Kommt zu uns und wir zeigen Euch, wie man gesund lebt!“ Dazu gehörten auch positive Gedanken: „Positives zieht Positives an.“ Das gelte es wiederzuentdecken – und damit dem Negativen die Macht zu nehmen.

Nähere Informationen: www.ayurveda-dolomites.com 

 

 

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